Fr├╝h dran

„Ach Jott, Sie sind aber fr├╝h dran! Naja… dit h├Ârn wa hier ├Âfters…“ Die Friedhofsangestellte begr├╝├čt uns mit Dialekt und Handschlag. Es ist ein sonniger Mittag. V├Âgelzwitschern erf├╝llt die Friedhofsanlage und man sieht ausgesprochen viele Eichh├Ârnchen. Innerlich stellt sich direkt eine gewisse Ruhe bei mir ein. „Wer von Ihnen is denn… ?“ Mein Begleiter meldet […]

Der allerletzte Zug

Es ist kalt in dieser Januarnacht. Kaum jemand auf der Stra├če, bei der schneidenden K├Ąlte. Wer es doch sein muss, dr├╝ckt sein Gesicht tief in Schal oder Mantel und w├╝nscht sich an einen anderen Ort. Die Laternen in der kleinen Stra├če auf der R├╝ckseite des Bahnhofes in einem Randbezirk von Berlin tauchen die Szene in […]

Ein schlechter Mensch

„Hallo Ludwig, bist ja auch mal wieder hier! Wie gehts dir?“ Am Ufer des Sees sitzt ein d├╝nner alter Mann mit einem Strohhut auf dem Kopf. In seinem Nacken kann man ein paar fusslige wei├če Haare erkennen, wenn man genau hinsieht. Der Hut ist mindestens so alt wie der Mann und auch genauso faltig und […]

Gut, danke. Und dir so?

„Gut, danke. Und dir so?“ Die Antwort auf die Frage, wie es mir geht. Gestellt von einer Person, die mir selbiges am Arsch vorbei. W├Ąhrend die Floskel aus meinem Mund schie├čt, geschieht in meinem Kopf Faszinierendes: Nicht nur, dass rasend schnell die Entscheidung getroffen wird, ob die Information mit dem Mopedunfall in den Kopf des […]

Nachbarschaft

Ein ganz gew├Âhnlicher Wochentag in Berlin. Raucherp├Ąuschen vor dem B├╝ro. Es ist ruhig, leicht bew├Âlkt und etwas frisch. Man genie├čt die Ruhe und den Wind. An einem Fenster in der Ferne steht jemand und winkt. Man winkt zur├╝ck, man ist freundlich. Ich habe keine blasse Ahnung wer da wohnt. Wahrscheinlich kennt man sich vom Sehen […]

Handcreme und Spatel

Durch die G├Ąnge rennen, wissen was man braucht. Zielstrebig und effektiv. Einer inneren Map folgend. Man hat noch was zu tun, man hat einen Plan. Wie fast alle, die sich tags├╝ber in einem┬á Baumarkt aufhalten. Wir sind fremde Kollegen. Nichts bewegendes. Moment. Halt. Gang 8. Was war das? Verh├Ârt? Kurz stehen bleiben. „…am Besten kaufen […]

Das verheiratete Echo

Ein ganz normaler Job. Musikalische Darbietung. 2 K├╝nstler, etwas Licht. Das Meiste machen sie selbst. Gibt nicht viel zu tun. Auch mal angenehm. Erstaunlich viele Menschen finden den Weg in diese kleine B├╝hne. Rappelvoll der Raum. Auch ein paar G├Ąste. Trotzdem nett.   Pause.   Stelle mich etwas abseits an die Bar. Leute gucken. Stimmung […]